Home for Christmas – Weihnachten 2025

Home for Christmas – Weihnachten 2025

Lesedauer 2 Minuten
0
(0)

Last Updated on 16. Februar 2026 by Dein Coach

„Driving Home for Christmas.“ Für mich tatsächlich eins der schönsten Weihnachtslieder. Chris Rea ist tot, eine Bekannte schrieb in ihrem Status: „Er ist auf dem Weg nach Hause – gute Reise 🙏“

Wo bist du zu Hause?

Jeder Mensch hat einen emotionalen Platz, an dem er sich zu Hause fühlt. Er weiß, wo er sein müsste, um das zu fühlen. Für viele ist es tatsächlich der Ort, das Haus, die Umgebung, in der sie aufgewachsen sind. Und gerade Weihnachten transportiert dieses Gefühl bzw. den Wunsch oder die große Erwartung, dort anzukommen. Doch dieser Ort liegt in der Vergangenheit und existiert nur noch in unserer Vorstellung. Deshalb ist gerade Weihnachten für viele auch oft ein Moment des Schmerzes, wenn er sich zeigen darf. Ein Gefühl der Einsamkeit, ein Moment der Wehmut über eine verlorene Kindheit. Ein Ausgesperrtsein aus dem Paradies.

Und damit wir das nicht fühlen brauchen, überfrachten wir dieses emotional aufgeladene Ereignis unbewusst mit möglichst viel Aktion – das ist nicht falsch, sondern sogar verständlich. Mit Essen, Musik, Gottesdienst und vielen Geschenken.🎁

Plätzchenteig und eine Herzform zum Ausstechen - Home for Christmas

Unser Wunsch ist, mit den Menschen, die uns wichtig sind, zusammen zu sein und ihnen zu zeigen, was sie uns bedeuten. Doch irgendwie scheint das in dieser Hektik, in diesem Bemühtsein, alles richtigzumachen, in diesem Wunsch nach Perfektion untergegangen zu sein. Vielleicht, weil wir verlernt haben, uns still hinzusetzen, ohne Ablenkung, und den Schmerz der Einsamkeit zuzulassen, unsere Verlorenheit in dieser großen, schnellen und unverständlichen Welt zu fühlen. Vielleicht spüren deshalb viele am Morgen danach, zwischen Haufen von zerknittertem Geschenkpapier und halbvollen Glühweingläsern, ganz kurz eine Leere. Solche Momente sind kostbar. Vielleicht sind sie das eigentliche Geschenk. Aber dann geht es ja schon weiter mit dem Festtagsbraten 🥘 vorbereiten …

Wenn ich mich recht entsinne, war es so, dass die Adventszeit eine stille Zeit war 🕯️, eine Zeit des Wartens, eine Zeit der Besinnung. Und Heiligabend dann: „Jauchzet, frohlocket, kommt, preiset die Tage …“

Wenn ich mir erlaube, allein zu sein, den Schmerz zu fühlen, meine Einsamkeit zulassen und fühlen, ohne etwas beheben zu müssen, dann finde ich etwas, das mir zeigt, was mir wirklich wichtig ist. Weihnachten nicht als Ereignis, sondern als Beziehung. „Zu Hause“ ist dann ein tiefes Erkennen meiner selbst, ein Ankommen bei mir. Dann – und das habe ich schon oft erlebt – kann es diesen heiligen Moment geben, in dem mir nichts fehlt, in dem ich spüre: Ich bin.

Wenn dieser Moment kommt, nimm dir Zeit dafür – vielleicht ist das genug für Weihnachten.🎄🥰🙇‍♂️

Beitragsbild Image by Diana Parkhouse from Pixabay, Plätzchen: Image by Diana Parkhouse from Pixabay

Wie würdest du diesen Text für dich einordnen?

Es gibt kein Richtig und kein Falsch

Bisher haben 0 LeserInnen ihre Resonanz geteilt. Im Durchschnitt wurde er als 0 eingeordnet.

Bisher gibt es keine Bewertungen. Wäre schön, wenn du den Anfang machst.

Magst Du deine Gedanken dazu mit mir persönlich teilen?

Du kannst sie hier schreiben - oder, wenn du magst, öffentlich in den Kommentaren.

Was ging die beim Lesen durch den Kopf? Was hat es dir ausgelöst - oder offen gelassen?

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert